Die Bienenbotschafter Holm-Seppensen

Diese Rubrik wird bald geschlossen!! Hier geht es zur neuen Homepage:

https://www.bienenbotschafter-holm-seppensen.de/

 

Wir, die Bienenbotschafter Holm-Seppensen, haben einen Auftrag. Das hört sich pathetisch an, aber wir fühlen uns verpflichtet etwas zu tun.

Ein Projekt von Bürgern für Bürger und für die Artenvielfalt

Ohne Insekten reduziert sich die heimische Artenvielfalt deutlich, denn viele Pflanzen werden nur von bestimmten Insekten angeflogen und bestäubt. Sind diese ausgestorben, gehen auch die Pflanzen unwiederbringlich verloren. Viele Tiere wie Frösche, Igel und Vögel sind von Insekten als Nahrung abhängig und auch wir Menschen gucken dumm aus der Wäsche, wenn im Obst- und Gemüseregal nur noch gähnende Leere herrscht.
Da wir in absehbarer Zukunft nicht daran glauben dürfen, dass die Politik die notwendigen Schritte einleiten wird, müssen wir das Feld von hinten aufrollen.

Was wollen die Bienenbotschafter erreichen?

Wir wollen in unserem eigenen direkten Umfeld die Menschen dafür sensibilisieren, dass es so nicht weitergehen kann und aufzeigen, was jeder in seinen eigenen Möglichkeiten tun kann, dass eine möglichst große Anzahl blütenbesuchender Insekten eine Heimat und genug Nahrung findet.

Wir wollen den Kindern in der Mühlenschule und auch in den ortsansässigen Kindergärten etwas über Honig- und Wildbienen aber auch über andere Insekten und ihre Rolle bei der Bestäubung von blühenden Pflanzen beibringen. Hoffentlich können wir bei den Kindern Begeisterung wecken und die Kinder ihren Eltern mal erklären, dass sie auch gerne noch ein schönes Leben haben wollen. Dies ist ein kleiner Schritt aber es ist ein Schritt.

Wir wünschen uns ebenfalls, dass sich auf diesem Wege Leute zusammenfinden, sich kennenlernen und Spaß daran haben, einen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Den schlechten Ruf von Holm-Seppensen (gestopfte Leute, die sich für nichts und niemanden interessieren) mögen wir nicht glauben.

Wir fangen klein an und hoffen sehr, dass etwas wächst.

Everything grows with love

Für die angemessene Formfindung unseres Schriftzuges konnten wir Jurij Rieth *) gewinnen, der ganz im Sinne unseres Anliegens als wahrhaftiger Wald- und Wiesengrafiker mit viel Liebe zum Detail unser Logo entwickelt und gestaltet hat.
Bei Interesse Kontakt gerne unter jurij@brandshof.de

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Spenden sind sehr willkommen und  jeder noch so kleine Betrag zählt!

Bürger und Verkehrsverein Holm Seppensen

Stichwort: Bienenbotschafter

Volksbank Nordheide eG Buchholz

IBAN DE71 2406 0300 2501 5664 01

BIC:GENODEFINBU

Helfende Hände schreiben uns bitte unter: Helfer
oder unter: 04187-5529176

11.05.2019
Schwarmzeit

Am 20. Mai ist der Weltbienentag. Das ist den Bienen aber egal – für diese ist der ganze Monat ein einziges Fest und ein Rausch. Denn sie sind nun auf dem Höhepunkt ihrer Vitalität und Volksstärke. Unsere kräftigen Völker haben sich dieser Tage fast alle in eine ausgeprägte Schwarmstimmung gebracht. Durch die Kälteperiode der letzten Wochen sind die Damen durch viel Zeit und wenig Arbeit auf dumme Gedanken gekommen. Dies hat nun bei uns zu hektischen Flecken geführt – aber wir sind ja durchaus talentierte Jäger und Sammler und so haben wir die meisten wieder eingefangen. 

Familie Röhrs hat sich mit dem Specht angelegt und einen schicken Maschendrahtzaun in einem Holzrahmen vor unsere Nisthilfe am Tostedter Weg installiert. Ja, da guckst du, Specht!! Und die marodierenden Vatertagshorden werden in Bälde hoffentlich auch davon abgehalten. Dieser Prototyp hat nun Serienreife erlangt. Tolle Sache und vielen lieben Dank!

 

07.05.2019
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben….

Esel, ich.

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Das ging jetzt wirklich voll daneben. Unsere bei Wildbienen sehr beliebte Nisthilfe am Tostedter Weg hat leider auch in Spechtkreisen mittlerweile einen guten Ruf. Der Specht an sich ist ja auch nicht doof und hat sich genüsslich am Baumstamm zurückgelehnt, bis der Gang zum Buffet ein Lohnenswerter war. Und dann hat er zugeschlagen mit seinem spitzen Schnabel und seiner langen Zunge. Schnief!!! Nun denn, diesen Schuh ziehe ich mir an und entschuldige mich für diesen Genozid. Manche Sachen sollte man eben konsequent zu Ende führen. Die Gitter aus Kaninchendraht, die nach Eiweiß gierende Vögel zurückhalten sollen, sind unbedingt sofort nach Bestückung der Nisthilfen anzubringen. Das schreibe man sich hinter die grünen Ohren.
Marco baut gerade den Prototyp des Gitterschutzes, der hoffentlich dann bald in Serie gehen kann, denn die Flugzeit der Mauerbienen ist auf wenige Wochen begrenzt. In dieser Zeit kann das Weibchen aufgrund der aufwendigen Brutfürsorge höchstens 20-40 Brutzellen anlegen, so dass die Fortpflanzungsrate sehr klein ist. Wird eng.

Endlich haben wir das „Go“ für das Anlegen eines kleinen Apothergärtchens vor der Mühlenapotheke. 21 qm wollen wir dort mit insektenfreundlichen Heilpflanzen aufwerten und kleinen Schildchen versehen. Eine Pflanzliste ist bereits erstellt und sobald die Bestellung da ist, wäre Hilfe gut. Ich melde mich.

Diese Woche geht das restliche Saatgut in den Boden (Jungfernstieg mit den Mühlenstrolchen, Eidigweg mit den Waldkindergarten-Kids). Eile besteht nicht, weil die Temperaturen der letzten Tage nicht zur Keimung beitragen. Der Boden hat aber hoffentlich genug Feuchtigkeit aufgenommen. Uwe hat die Fläche gestern im strömenden Regen gefräst  und ich einmal durchgeharkt. Aktion „Voll auf die Fräse!“.

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Für den 12. Mai suchen wir noch Helfer für den Kunst & Landmarkt – gerne stundenweise. Bitte meldet euch vorher, damit wir das planen können. Einfach nur da sein und Rede und Antwort stehen. Getränke bringe ich ausreichend mit.
Wir kriegen von Marco und Christiane wieder die mobile Werkbank zur Verfügung gestellt, um Holz vor Ort zu bohren und in die Nisthilfe einzufügen. Die Saatguttütchen und das Infomaterial ist fertig, vielleicht können wir noch Summbienchen basteln und Spendengelder eintreiben. Die Veranstaltung ist ja immer sehr gut besucht und bestimmt spielt das Wetter diesmal auf den letzten Drücker doch noch in unsere Karten. Ansonsten wird das halt ein Arbeitseinsatz für die gute Sache. Die Nisthilfe sieht noch ziemlich mau aus und kann etwas Verschönerung durchaus gebrauchen.

Da nun von allen Seiten immer wieder geklagt wird, es gebe keine gute Außenwirkung, habe ich jetzt einfach doch entschieden, eine Internetseite zu machen. Ich hoffe, dass wir über diesen Weg mehr aktive Helfer und auch Spenden generieren können. Die Adresse wird http://www.bienenenbotschafter-holm-seppensen.de lauten und die Seite wird bunt, interessant und lehrreich. Im Moment gibt es aber noch Schwierigkeiten mit der Freischaltung. 

Dass wir auf der Nachhaltigkeitsseite im Buchholzer Wochenblatt sind, habt ihr hoffentlich entdeckt. Leider ein altes Bild aber dafür ein schönes. Es hat mich gefreut, dass der Hinweis zur monatlichen Kolumne abgedruckt wurde. Das bedeutet, dass wir noch ein bisschen weitermachen dürfen. Es ist wichtig, nicht als Eintagsfliege sondern beständige Größe vertreten zu sein.

Wir haben von der Stadt Buchholz für die Jahre 2018 und auch 2019 eine Fördersumme zur Verfügung gestellt bekommen, die ich beantragt habe. Danke dafür; das freut uns sehr. Nichtsdestotrotz muss die Stadt Buchholz in Punkto Insektenschutz eine deutliche Vorbildfunktion erfüllen und da hapert es meiner Meinung nach sehr. Es wird einfach zu viel auf die ehrenamtlichen Leistungen der einzelnen Initiativen etc. gesetzt und sich aus der eigenen Verantwortung gezogen. Wir werden dort zum 20. Mai (Weltbienentag) einen Forderungskatalog einreichen.

Vor gut einer Woche ist die notwendige Anzahl an Unterstützern für die Online-Petition des Imkers Thomas Radetzki zusammengekommen. Er will eine Petition im Deutschen Bundestag vorlegen, in dem es um die Prüfungskriterien für die Verwendung von Pestiziden geht. Unsere Umweltministerin Julia Klöckner, die den Ausdruck „die Biene ist systemrelevant“ geprägt hat, hat nun das Präparat Carnadine, das zu den Neonicotinoiden gehört,  für zunächst vier Monate zur Behandlung von Zucker- und Futterrüben erlaubt. Bereits Anfang März hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 18 Pestiziden die Zulassung erteilt, die durch das Umweltbundesamt bescheinigt bekommen haben, dass diese erhebliche negative Auswirkungen auf die Insektenwelt haben. Was machen wir hier eigentlich, fragt man sich verzweifelt.

Und macht dann doch weiter. Was auch sonst.

28.04.2019

Was ihr verpasst habt / oder nicht?!

Letzte Woche war die Hölle los. Mit den Mühlenstrolchen haben wir einen großen Schwung Wildstauden und an die fünfzehn insektenfreundliche Sträucher in den Boden gebracht. Die Sträucher haben jetzt fast alle Namen. Mädchennamen – keine botanischen. Was soll ich sagen…..

Unser Blühfest glänzte durch Qualität – Besucher hätten mehr kommen können. OK, es war Tag der Konfirmationen, Flohmärkte und angekündigten Regenschauer – aber ihr habt echt was verpasst, wenn ihr nicht zufällig selbst dabei wart. Die Kuchen waren sensationell und hätten für alle gereicht. Wir hatten eine mobile Werkbank und haben mit den Kindern Nisthölzer gebaut. Wir haben den Blühstreifen durchgeharkt, eingesät und festgestampft, Faulbäume und Saatguttütchen unters Volk gebracht, umfangreiches anschauliches Infomaterial vorgezeigt und eine großzügige Ziestspende gepflanzt. Und an der Nisthilfe herrschte Gedränge. Wildbienengedränge.
Danke an alle Helfer, ob es die üblichen Verdächtigen oder neu dazugekommenen waren. Auch bei der Vorbereitung habt ihr euch super viel Mühe gegeben und Annett hat den hochdekorierten Orden wider der Vernunft verdient, weil wir uns am Freitagabend schon fast den Rücken gebrochen haben beim Walzen der Fläche am Ortsausgang Holm (600 qm!!!!! auf tiefem Geläuf), erschöpft aufgegeben und sie am nächsten Morgen mit Alex den Rest fertiggemacht hat. Wahnsinn, die Frau.
Wir brauchen Wellness-Urlaub, ich sag’s euch. Aber es war trotzdem mal wieder schön. 

Und heute Nacht kam der Regen. Der Segen!!! Ein Geschenk des Himmels!!

Wie geht es weiter? Falls jemand Zeit hat eine ca. 100 qm-Fläche auf der alten Festwiese bei der Mühlenschule bis Dienstag zu fräsen, gerne melden. 
Dort ist dann noch ein größere Fläche mit den Mühlenkindern einzusäen, wie auch die Fläche am Eidigweg, die noch aussteht. Das soll mit dem Waldkindergarten gemacht werden. Somit wäre das Gröbste geschafft und wir können uns anderen Dingen zuwenden. Oder einfach nur vor uns her gucken. Eine schöne Woche euch allen!!

23.04.2019

Mietnomaden
Dem über die Landesgrenzen hinaus bekannten Holm-Seppensener Tierfilmer Marco Röhrs gelangen diese spektakulären Aufnahmen über die Ostertage. Vielen Dank an dieser Stelle auch dem unbekannten Spender des hochwertigen Nistholzes, das schon von zwei unterschiedlichen Wildbienenarten (zu erkennen an der Größe des Röhrendurchmessers und der Farbe/Art des Verschlußmaterials) besiedelt worden ist. Hartholz ist halt „Schöner Wohnen“.
Wir können auch noch für Keiler- und Rehweg, sowie Lohbergen ab Galloway ortsauswärts Leute zum Flyer verteilen gebrauchen. Im Groben sind wir aber durch.
Auch hier vielen Dank an alle sportlich ambitionierten Austräger. Hut ab!

19.04.2019
… und in dem Regen, der nun begann, fing leise die Erde zu atmen an.

So endet ein wunderschönes Frühlingsgedicht von Wolfgang Borchert, dass ich sehr liebe. Nur wo bleibt er, der Regen? War 2018 das vierttrockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881, so startet das Jahr 2019 sogar noch krasser. Der Boden hat keine Reserven aus den Wintermonaten. Unser frischgepflanzten Sträucher benötigen dringend Wasser und so fahren Christiane und ich heute mit der großen Wassertonne auf dem Hänger an die Fläche und geben den durstigen Wesen einen großen Schluck. Bitte, bitte, lass es regnen!!!

Nichstdestotrotz wollen wir am Samstag, den 27.04.2019 um 15 Uhr mit euch allen einsäen, die Vogelscheuchen neu einkleiden und uns ein Stück Kuchen auf den Frühling gönnen.
Bitte unbedingt weitersagen und vorbeischauen.
Für das Verteilen der Flyer brauchen wir noch Hilfe! Auf unserer Terrasse im Weidenweg 2c liegt ein Karton und ein Ortsplan, auf dem man sehen kann, welche Straßen noch nicht in Anmarsch genommen sind. Der Südwesten ist bisher noch  Niemandsland. Wie schon gesagt – ich gucke ja gerne in fremde Gärten und Bewegung tut gut!!!

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Am Freitag, den 26.04. werde ich am Ortsausgang Richtung Holm 400 qm mehrjährige Bienenweide aussäen. Treffen ist um 18 Uhr an der Schnittblumenwiese. Es wäre auch gut, wenn jemand mit Muckis dabei ist – wir haben eine schwere Walze, mit der die Saat angedrückt werden muss. Das ist nichts für Leute mit Hüftleiden und Bandscheibenvor-fällen.

Der alljährliche Kunst- & Landmarkt findet am 12.05.2019 statt. Hier können wir uns bei unserer Nisthilfe hinstellen und Werbung für das Projekt machen. Wir wollen etwas zum Basteln und Malen anbieten und man kann sich beteiligen, die Nisthilfe mit weiteren Materialien zu befüllen. Auch hier würde ich mich sehr über Hilfe freuen. Es muss überhaupt nicht für den ganzen Tag sein. Jeder, der eine Stunde mitbotschaftern will, ist eine große Hilfe.

Kunst und Landmarkt

Frohe Ostertage und hoffentlich bis zum übernächsten Samstag!

12.04.2019
Ihr könnt euch warm anziehen,

ihr Erdhörnchen, Kaninchen und anderen Löcher grabenden Erdenbewohner – denn wir haben gestern mit zehn motivierten Leuten in einem Affenzahn aber dennoch mit Liebe und Leidenschaft über 30 Insektenfreundliche Sträucher in den verdichteten Boden an der Buchholzer Landstraße gebracht.


An der großen Nisthilfe darf sich eine Kornelkirsche schön solitär entwickeln. In Richtung Sportplatz haben wir zehn Salweiden gepflanzt (Geschlecht unbekannt – die männlichen Pflanzen glänzen im Frühjahr mit sattem gelben Pollen), auf der anderen Seite der Wiese Pfaffenhütchen mit ihren bemerkenswerten Fruchtkapseln, Weißdorn, Schlehen (nicht für den Hausgarten zu empfehlen mit ihrer ausufernden Lebensweise und voller Dornen aber mit frühen, schönen Blüten, leckeren Früchten und sicheren Nistplatzmöglichkeiten) und mehrere Faulbäume, die zwar einen doofen Namen haben aber mit ihren kleinen unscheinbaren Blüten finden Insekten diesen Strauch zum Niederknien gut. Viele Monate im Jahr ist hier die Nektarbar geöffnet und z.B. für die Raupen des Zitronenfalters sind die Blätter praktisch Grundnahrungsmittel. Ohne Faulbaum keine Zitronenfalter. Ehrlich. Wenn das kein Grund ist, ihn zu pflanzen, weiß ich auch nicht mehr weiter. Wo ich das jetzt so schreibe, wird mir klar, dass wir mehr Werbung für unsere heimischen Gehölze machen müssen, vielleicht eine Art Lehrpfad.
Zum Glück hat Ute gerade eine Gehölzschnitt-Kurs am Kiekeberg absolviert und konnte uns zu einem amtlichen Rückschnitt überreden, der den Austrieb von Seitentrieben deutlich fördert. So haben wir dann auch die Wildrosen etwas eingekürzt, die wir letztes Jahr in den Boden gebracht haben. So – und jetzt aufgepasst: In Wildrosenhecken legen sich Mäuse in verlassenen Vogelnestern Hagebutten als Wintervorrat an. Wenn das nicht fast nach Beatrix Potter schreit….
Danke an alle Helfer incl. mitgebrachter Hunde (die sich jedoch an der Buddelei nicht beteiligen durften) für ein riesiges Fass Wasser, was zu Lachen und eure Tatkraft incl. extrem formschöner Pflanzringe (um den ersten Preis streiten sich Nadine und Marco).

Avanti popolo

Die fast sommerlichen Temperaturen dieses Wochenendes haben wir für längst überfällige Arbeiten an unseren Honigbienen genutzt. Eine sorgfältige Durchsicht mit Futter- und Brutkontrolle stand an; alte Rähmchen raus, saubere rein und einen Klaps auf den Po – auf geht’s Mädels. Einen blütenreichen Frühling und viel Gesundheit – das wünschen wir euch!
Aber auch die Roten Mauerbienen, die unsere Wildbienennisthilfe schon seit Jahren gerne annehmen, sind dabei neue Brutgänge anzulegen und sehen echt niedlich aus, wenn sie mit ihren puscheligen Köpfchen aus den Nistgängen rauslugen. Wir müssen uns unbedingt ein Makroobjektiv zulegen, aber einfach nur Zuschauen ist auch schön.

Der Vortrag im Kulturbahnhof am 29.03. war gut  besucht – inhaltlich vielleicht etwas ausufernd aber ich hoffe, doch interessant und unterhaltsam für die meisten Zuhörer.
Vielen Dank für das Interesse, die neuen Spenden (wurden umgehend in Sträucher umgesetzt) und auch für die Stauden, die ich persönlich geschenkt bekommen habe. Der Lerchensporn wurde sofort von einer Erdhummel entdeckt, die sich aufgrund ihres zu kurzen Rüssels seitwärts zum Nektar durchgenagt hat. Ich hatte davon berichtet – der klassische Blüteneinbruch!!!! Ich war begeistert, das live zu erleben.

Hier – bevor ich es vergesse – der Artikel aus dem Bioland-Magazin / März-Ausgabe, die uns angeschrieben hatten und an unserem Projekt interessiert waren. Wie schon erzählt, hatte ich einen Anruf eines Projektleiters aus Bad Honnef, der sich interessiert zeigte an der Vorgehensweise zur Einsaat von kommunalen Flächen.

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Bienenbotschafter Holm-Seppensen goes Media

Jetzt aber zu den aktuellen Notwendigkeiten:
Diesen Mittwoch, den 10.04. um 18 Uhr treffen wir uns an der Nisthilfe an der Buchholzer Landstraße / Ecke Tostedter Weg  um diverse Sträucher zu pflanzen (Kornelkirsche, Faulbaum, Schlehen, Weiden, Weißdorn und eine Winterheckenkirsche). Wir freuen uns über eine rege Beteiligung, dann dauert es auch nicht lange. Bitte möglichst einen Spaten mitbringen und  gute Laune. Alles Weitere vor Ort. Bis dann. Freu mich.

22.3.2019
Frühling läßt sein blaues Band……

Liebe Leute,
Ich möchte sehr gerne ein Treffen, um ein paar Dinge im Detail abzusprechen.
Vorschlag:  03.04.19 um 18 Uhr bei mir. Wär schön, wenn ihr kommt. Wär sehr schön.

Nisthilfen: Eigentlich anders geplant aber – geht nicht anders. Diesen Samstag werde ich mit Uwe und Sönke das vorrätige Material einfüllen. Uhrzeit sprechen wir noch ab. Zusätzliche Infoschilder habe ich gemacht und dann kommt der Draht davor. Wir können jederzeit erweitern. Falls sich erste Bienen verirren, steht eine Unterkunft parat.
Es fehlt immer noch an Hartholz. Das Holz, das ich gebohrt habe, erscheint mir zu faserig und nicht optimal geeignet. Dann lieber in Ruhe.
Flächen: Die bereits bestehenden Flächen sind noch einmal erweitert worden von der Stadt Buchholz. Eine 400 qm Fläche am Ortsausgang ist uns von Hannes Henk zur Verfügung gestellt worden, die er bereits aufbereitet hat. Das Saatgut für alle Flächen liegt bereit. Einsäen sollten wir Mitte April. Das erfordert eine Menge Orga.
Uwe hat heute alle mehrjährigen Flächen mit der Heckensense gemäht. Ich will am Sonntag an der Montessori-Fläche anfangen die Fläche zu harken und Grasbüschel rauszuzuppeln.
Falls jemand nicht in die Kirche geht, bitte melden.


Kindergarten / Schule: Ich habe mit Sabine Reese und Annett Borchert vor einigen Tagen zusammengesessen und darüber gesprochen, wie wir die Zusammenarbeit mit den Einrichtungen fortführen und optimieren können. Wir wollen eine beständige Begleitung dieses Themas (immer mal wieder zwischendurch) erreichen, die Eltern mehr informieren und ins Boot holen und Lern- und Spielunterlagen erstellen. Die Mühlenschule und der Kindergarten am Schoolsolt haben schon positive Rückmeldungen gegeben.
Sträucher für die Mühlenschule: können jetzt endlich gepflanzt werden. Es war nicht ganz unanstrengend aber nun dürfen wir und kriegen sogar noch mehr Platz als vorher. Die Sträucher sind bestellt und kommen in ca. 3 Wochen. Leider macht die Baumschule Pengel zu zum Sommer und ich musste ausweichen. Wenn jemand einen guten Tipp für eine Baumschule mit einheimischen Gehölzen hat, bitte gerne melden.

14.3.2019
Protest
Agrarministerin Klöckner hat 18 neue Ackergifte zugelassen, die unsere Bienen töten. Das Veto von Umweltministerin Schulze überging sie einfach – ein klarer Rechtsbruch! Über Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, müssen wir jetzt schnell sein.

Hier gehts zum Protest:

https://aktion.campact.de/bienengift/kloeckner/teilnehmen?pk_vid=aa178a2fe598ae1b155255841306d483

21.02.2019
In the name of….

Ips sexdentatus – der Fichten-Borkenkäfer. Man kommt allerdings eher nicht auf die Idee ihn liebevoll „Ipsi“ zu nennen, denn dieses kleine possierliche Käferlein – normalerweise ein ganz wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald – sorgt allenthalben für große Aufregung.

Borkenkäfer

Wieder eine Folge des Menschgemachen Klimawandels – durch die extreme Trockenheit des Jahres 2018 konnte sich der Käfer explosionsartig vermehren. Viele Fichten, die in ganz Deutschland aufgrund des Bau- und Brennholzbedarfes nach dem Krieg in großen Monokulturen angebaut wurden, sind durch den Wassermangel in Schwierigkeiten geraten und damit ein leichtes Opfer für den Borkenkäfer – wir reden hier über den Buchdrucker und den Kupferstecher – leider haben Sie nur anderes im Sinn.
Holm-Seppensen verliert nun nach dem Fäll-Wahn der letzten Jahre (immer engere Baufenster, immer stärkere Stürme) in rasantem Tempo den Charme der ehemaligen Wald-Siedlung. Nachgeforstet wird meist nicht – man gleicht sich den Hamburger Vororten optisch an. Das finde ich sehr traurig.
Um den Bogen zu unserem Projekt zu schlagen – mit immer schneller abnehmenden natürlichen Lebensräumen sind wir aufgefordert, alles für deren Erhalt zu tun und in den kleinen Refugien – unseren Gärten – zu versuchen, ein klein wenig Abbitte zu leisten und der Tier- / Insektenwelt Asyl zu gewähren, in dem wir es so schön wie möglich für uns alle – Mensch, Tier, Pflanze – zu machen.

Etwas Positives:

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Das Volksbegehren Artenvielfalt, dass in Bayern durchgeführt wurde, um einen Gesetzesentwurf zur Veränderung des Naturschutzgesetzes einzubringen, ist von sensationellen 18,4% der Wahlberechtigten unterzeichnet worden. Ich hatte echt Pipi in den Augen, als das Ergebnis durch war. Jetzt bleibt nur abzuwarten, was daraus wird und ob daraus ein Flächenbrand (im positiven Sinne natürlich wird). Hier noch mal für alle Interessierten der Link. Guckt euch das an und freut euch.

https://volksbegehren-artenvielfalt.de/

Nun zu uns:

  • In den nächsten Tagen werden die Nisthilfen befüllt.
  • In den nächsten Tagen werden die vorhandenen Flächen gemäht.
  • Die Erweiterung der Flächen am Tostedter Weg und an der Mühlenschule sind genehmigt und Stadt Buchholz wird die Grasnarbe runternehmen lassen. Wann? Wenn zwischen den Borkenkäfer-Einsätzen Luft ist.
  • Alles Saatgut ist vorrätig und wartet auf die Einsaat.
  • Wir haben immer noch keine Fräse – notfalls leihen wir eine. Es ist noch Zeit bis Ende März ca.
  • Für die Sträucher-Pflanzung an der Mühlenschule warte ich seit September auf einen Begehungstermin mit der Stadt Buchholz. Vielleicht wird es ja was dieses Jahr. ES IST UMSONST!!!! wage ich vorsichtig zu erwähnen. Meine Mama hat mir beigebracht, dass man einem geschenkten Gaul lieber nicht ……
  • Wir sind guten Mutes vor der Mühlenapotheke in Holm-Seppensen einen Apothekergarten anlegen zu können.

Und es gibt tausend Ideen, die nach Umsetzung schreien.

Am 29.03.2019 muss ich in die Bütt und im KUBA etwas zum Projekt erzählen. Macht gerne Werbung und dann schaukeln wir das Kind schon. Über Unterstützung bei der Vorbereitung und gerne auch beim Vortragen würde ich mich sehr freuen. Ich bin keine Rampensau. Echt nicht.

 

Ich wünsche allen einen schönen Vorfrühling. Unsere Honigbienenvölker haben es bisher allesamt gut durch den Winter geschafft. Das freut uns sehr. Und jeder Frühblüher und Haselnussstrauch mit goldgelbem Pollen ist jetzt wichtig – auch für die Hummelköniginnen, die bald aus dem Winterschlaf erwachen. Genießt die ersten Sonnenstrahlen.

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01.02.2019

Schön, dass ihr noch da seid!!

Das erste Bienenbotschafter-Treffen hat gezeigt, dass ihr die Lust nicht verloren habt. Wie schön!  Immerhin mit acht treuen Gesellen saßen wir in Weingummi-lustiger Runde und haben eine Ist-Analyse betrieben und Pläne geschmiedet. Ein detailliertes Protokoll geht an die „Working Bees“ mit separater Post.
Status:
Nach Abzug aller offenen Rechnungen verfügen wir mit dem Umweltpreisgeld zur Zeit über ein Budget von etwas über 2500 €. Damit kann man eine Menge anfangen, allerdings nur, wenn wir bei den Erdarbeiten Hilfe bekommen.
Die Schilder für die Nisthilfen sind da und richtig schön geworden. Danke, liebe Sandra.
Viele Dosen sind befüllt und Löcher in Hartholz gebohrt. Den Standort für die fünfte Nisthilfe beim Sniers Hus habe ich heute besichtigt. Somit kann bei frostfreiem Boden unser mobiles Einsatzkommando dann tätig werden.

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Wir haben vereinbart möglichst Ende Februar (da geht es nämlich schon bald los mit der Wohnungssuche bei Majas wilden Schwestern) Termine mit den Sponsoren und Kindern der jeweiligen Einrichtungen zu finden. Die Kinder sollen die Entwicklungen ja beobachten und gleich ein paar Aufgaben gestellt kriegen. Gitterrahmen müssen noch gebaut werden, damit die Nisthilfen nicht zum Meisenbuffet werden.
Wir haben uns auf den Kauf eines „Spions“ geeinigt, der einen Einblick in hoffentlich dann belegte Nistgänge gewährt. Dieser soll für Wildbienen-Schulungen am Sniers Hus auch dort installiert werden.
Von der Stadt Buchholz ist die Zusage gegeben worden, uns die Grasnarbe für die Erweiterung der Flächen runterzunehmen. Wunderbar. Das Fräsen der Flächen ist aber noch zu organisieren. Saatgut ist teilweise vom Netzwerk Blühende Landschaft zur Verfügung gestellt und teilweise aus Spendengeldern bestellt worden. Auch in 2019 wollen wir bei Aktionen wieder Giveaway-Tütchen verschenken.
Kontrovers diskutiert wurden das Thema „Gründung eines gemeinnützigen Vereins“. Die Vorteile sind das Ausstellen von Spendenbescheinigungen und die Nutzung eines kostenfreien Kontos. Die Nachteile sind verpflichtende Posten, Sitzungen etc. und der eventuelle Verlust des Charmes unserer doch eher unkonventionellen Hinterhof-Gang :-).
Da machen wir uns noch mal richtig schlau und überlegen das gut.
Auch die Notwendigkeit einer eigenen Internetseite wurde aus Kosten- und Aufwands-gründen hinterfragt. Auch hier gucken wir noch mal.

Gestern war ich in Flintbek bei Kiel im Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume. Dort fand das Abschluß- und Netzwerktreffen Bienenbotschafter statt. Tja, der Name gehört uns leider nicht alleine – zeigt aber doch, dass er gut ist, oder??!!!
In vielen Veranstaltungen wurden und werden dort engagierte Leute ausgebildet, das Thema „Insekten/Bestäubung/Verlust der Artenvielfalt“ etc. in das Bewusstsein von Menschen zu transportieren. Tolles Projekt. Ich war letztes Jahr dort auf einer richtig guten Veranstaltung und hätte gerne alle Module besucht, aber das ist aus Zeitgründen nicht möglich gewesen. Das Treffen gestern war jedoch der Hammer, weil dort über 30 hochinteressante Leute ihre absolute Bereitschaft zum Vernetzen kundgetan haben. Egal ob Landschaftsführer, Imker, Biologen, Umweltschützer hastenichgesehen – wir machen jetzt eine Online-Gruppe (Newsletter und Forum für Fragen (wird noch im Detail geplant), wo alle raustun und ihr Wissen und ihre Erfahrungen einstellen. Ich darf mitmachen – als Niedersachsin. Ich bin sehr gespannt – ein unglaublicher Fundus an Inspiration.

Zum Abschluss was Süßes. Dieser kostenfreie Vortrag am 07.02. soll sich sehr lohnen. Die Referentin arbeitet im Hamburger Botanischen Garten und die Tipps sind wohl praxisnah und gut umzusetzen. Ich gehe natürlich hin.

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20.01.2019

Wir dürfen mit dem Weitermachen nicht mehr weitermachen!
Die Bienenbotschafter Holm-Seppensen gehen demonstrieren!

„Wenn man am Abgrund steht, ist ein Rückschritt eher ein Fortschritt“. Das war nur eines der vielen Plakate, die wir gestern auf der „Wir haben es satt“-Demonstration in Berlin zu sehen bekamen.
Wir (Sabine, Uwe und ich) und noch ca. 35.000 andere Menschen haben dagegen protestiert, daß die 60 Milliarden Euro EU-Agrarsubventionen pauschal ohne jegliche ökologische Auflage nach Größe der Fläche vergeben werden. Dabei brauchen wir dringend eine Politik, die eine klimaschonende, umweltfreundliche Landwirtschaft unterstützt, der an artgerechter Tierhaltung, dem Erhalt der Artenvielfalt und dem Schutz unserer Böden und unseres Wassers durch massive Reduzierung des Einsatzes von Pestitziden gelegen ist.

Frau Klöckner, die sich zur Zeit mit vielen anderen Landwirtschaftsministern aus aller Herren Länder auf der Grünen Woche ein paar lustige Tage macht, findet Demos wahrscheinlich doof. Sie warnt vor einer Polarisierung in dieser Thematik und hat die Demo als „Gaudi“ bezeichnet. Man fühlt sich nicht wirklich ernst genommen. Diese Demo wird wahrscheinlich wieder nicht wirklich etwas bewegen, denn sie findet nun schon seit fast zehn Jahren statt. Auch dass noch nie so viele Trecker sich auf den Weg in die Hauptstadt gemacht haben und Umfragen ergeben, dass 80% der Bundesbürger staatliche Förderungen für eine zukunftsfähige und gerechte Ausrichtung der Landwirtschaftspolitik unterstützen würden (warum eigentlich nur 80%?), wird keine große Wende herbeiführen.

Aber es bewegt sich was! Es war wirklich gut zu sehen, wie viele Menschen nicht mehr mitmachen wollen und die Dinge selbst in die Hand nehmen. So gibt es die Initiative der „Ernährungsräte“ – und juhu – auch in Hamburg gibt es dort eine Projektgruppe, die in Fragen der Ernährung nicht mehr auf die Rolle des Konsumenten festgelegt werden will sondern es selbst in die Hand nehmen will, wo ihr Essen herkommt, wie es produziert und vermarktet wird. Weg vom „Friss oder stirb“ –  hin zu einer echten Ernährungswende.  https://ernaehrungsrat-hh.de Und das Prinzip der Solidarischen Landwirtschaft greift um sich. Immer mehr Menschen organisieren sich in diesen Strukuren.
Ja, Essen ist politisch!

Unser Bienenbotschafter-Plakat, dass wir mit klammen Fingern vor uns hergetragen haben, wurde übrigens gefühlte hundert Mal fotografiert und fand besten Anklang. Natürlich waren wie immer viele Imker, Bienen- und Insektenfreunde in Berlin, denn das Insektensterben und unsere Art der Landwirtschaft gehören natürlich ganz klar zusammen.
Dass wir es nur knapp vermieden haben, aus Versehen!!!! auf einer deutschnationalen Kundgebung vor dem Reichstag teilzunehmen, ist eine andere Geschichte, die ich euch bei Bedarf mal in Ruhe erzähle.

15.01.2019
Ich freu mich jetzt schon

Dieser Winter ist keiner. Finde ich. Unsere Krokusse plieren schon neugierig aus dem Boden, die Haselkätzchen sind kurz vor Pollen, in den Regenpausen fliegen die Bienen. Der Süden kriegt es richtig dicke mit Schneebergen, die Dächer zum Einsturz bringen und Baumkronen zum Knicken. Und die Farbe Grau zeigt ihre vielschichtigen Nuancen. Ein Traum. Aber man kann die Zeit ja nutzen.

Ich freu mich jetzt schon auf dieses Jahr mit all seinen Facetten. Albert Einstein, dem ja alles Mögliche in den Mund gelegt wird, soll gesagt haben: „Es gibt zwei Arten sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder oder so, als wäre alles eines. Ich glaube an Letzteres“. Ich auch.

Los geht es: Bienenbotschafter-Treffen am 30.01. um 19 Uhr bei uns im Weidenweg 2c / drinnen :-). Ich stell was zum Knabbern und zum Trinken bereit und wir besprechen die weitere Vorgehensweise. Bitte sagt Bescheid, wenn ihr kommen könnt. Wer nicht kommt, braucht auch nicht absagen, es ist ja nicht verpflichtend!!
Die Nisthilfen müssen bestückt, die Flächen erweitert und neu eingesät werden.
Wir wollen einen Verein gründen und wollen unsere Botschaft möglichst gut unter die Leute bringen. Wie kriegen wir die Kindergärten / Mühlenstrolche zu begeisterten Naturforschern? Und wie halten wir die Stadt Buchholz bei der Stange. Dieses Jahr werden die Insekten wahrscheinlich etwas aus dem Fokus verschwinden und ein anderes Thema die Medien maßgeblich bestimmen.

Am 19.01. (kommenden Samstag) findet in Berlin die Groß-Demo „Wir haben es satt“ für eine klimagerechte und insektenfreundliche Landwirtschaft, für das Überleben kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe, für eine gerechte Verteilung der Agrarinvestitionen (seht hierzu den Flyer unter „Termine“) statt.
Im Moment lautet das Prinzip ja: Haste viel, kriegste viel. Die Vergabe der Agrasubventionen hat direkt mit der Größe der landwirtschaftlichen Fläche zu tun – egal, ob man ökologisch wirtschaftet oder als industrieller Großkonzern auf die Böden kippt was geht.
Ich fahre mit dem Zug hin. Greenpeace Buchholz organisiert Wochenend-Tickets. Abfahrt ist um 5.59 Uhr ab Buchholz. Wer noch mitfahren möchte, schreibe eine eMail an alexavetter@t-online.de. Zurück ist man um 20.36 Uhr. Ein langer kalter Tag, der aber bestimmt unglaublich gut wird. Und bunt und spannend.
Auch spannend finde ich eine Organisation, über die ich erst vorgestern im Fernsehen erfahren habe: Die Regionalwert AG Hamburg.
Das ist eine nicht börsennotierte Bürger-Aktiengesellschaft, die mit dem Geld als Eigenkapital kleine Betriebe unterstützt, die sich alle sozialen und ökologischen Standards verpflichten und sich untereinander ihre Produkte abnehmen müssen. So kann es gehen. Ich bin begeistert. Guckt euch das unbedingt mal im Internet an, wenn ihr Zeit habt.
Direkt vor der Tür haben wir die Solawi Nordheide, bei der man sich mit einem oder meheren Anteilen für jeweils ein Jahr einkaufen kann und dann einmal wöchentlich frisches saisonales und regionales Gemüse bezieht. Die Ware kommt von Hof Quellen in Wistedt. also quasi von umme Ecke. Alex Miemczyk, Uwe und ich sind seit gut einem Jahr dabei und nach Abschluss des Wirtschaftsjahres werde ich unsere Erkenntnisse hierzu zum Besten geben.
Apropos Alex: Sie hat ihre Internet-Seite fertig, die viel Inspiration zu bieten hat : Lebe Lieber Unverpackt  Wer noch nicht das Glück hatte, einen Vortrag zum Thema „Plastik vermeiden“ zu hören, der sollte das nachholen oder sich vielleicht für den alle paar Wochen erscheinenden Newsletter anmelden. Wir haben im letzten Jahr schon einen richtig guten Schritt gemacht und unseren Plastikmüll um ca. 50% reduziert. Und das ohne Verrenkungen und Komplikationen.

So, Schluss jetzt – ich freu mich auf den 30.01. und hoffe auf gute Resonanz.
Liebe Grüße von Bärbel

Tschüss 2018, Willkommen 2019

Liebe Leute, dieses Jahr ist für mich persönlich sehr traurig zu Ende gegangen aber ich möchte euch allen sagen, dass unser Projekt mich unendlich bereichert hat – vor allem durch die Menschen, die ich dadurch kennenlernen durfte. Das ist mein Highlight 2018 und ich danke dafür.

Ich wünsche euch allen ein schönes neues Jahr mit vielen glücklichen und fröhlichen Momenten, vor allem Gesundheit und mögen wir den Blick für die kleinen Wunder nicht verlieren. Im nächsten Jahr steht eine Menge an und ich hoffe sehr, dass wir zusammen bleiben und  eine gute Zeit haben werden. Dann kriegen wir hier nebenbei auch alles zum Blühen. Darauf wette ich.

Über den Umweltpreis können wir uns alle sehr freuen. Ich finde es besonders wunderbar, dass so viele Initiativen im Buchholzer Raum zum Schutze von Insekten tolle Projekte angeschoben haben. Wir können uns sicher von den anderen auch noch was abgucken. Mit dem Preisgeld von 800 Euro haben wir eine super Starthilfe ins Jahr 2019 und danken an dieser Stelle allen Spendern und Helfern, die es uns ermöglichen, auch im nächsten Jahr weiter für einen gedeckten Tisch für Bienen, Wildbienen, Hummeln und Co zu sorgen. Eine Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben werde ich in Kürze offen legen, damit wir auch weiterhin transparent sind. Danke von Herzen und ein frohes neues Jahr.

Überredet – erst die gute Nachricht. Wir haben den Umweltpreis der Stadt Buchholz gewonnen (ok – wir teilen ihn zwar mit der Schule „An Boerns Soll“ aber das gerne!). Unser Bienenfleiß wurde also honoriert und das ist doch eine feine Sache. Juhu!
Die Preisverleihung findet statt am 07.12. um 16 Uhr in der Kantine des Rathauses im Rahmen der öffentlichen Ratssitzung. Dieser Programmpunkt wird vorgezogen und danach wird eine Pause gemacht. Es lohnt sich also vorbeizukommen und zu jubeln und Konfetti zu schmeissen und sich dann wieder zu verkrümeln (obwohl der Haushaltsplan der nächsten zwei Jahre sicher auch gute Unterhaltung bietet). Die Stadt Buchholz freut sich über „ein paar wenige Kinder“ (und Erwachsene natürlich), die das Geschehen beobachten dürfen – zur Verleihung werden wir dann aufgerufen, Laudatio und Hände schütteln. Ich habe beschlossen, Finja und Svantje Barghop stellvertretend für all die Kinder aus den KITAs und der Mühlenschule mit nach vorne zu nehmen, weil die beiden -Bienenbotschafter der ersten Stunde – bei jeder Aktion mit dabei waren, zuhause Strohhalme für die Nisthilfen geschnibbelt, eine zusätzliche Vogelscheuche in Eigenregie gebaut haben und und und. Ich hoffe, das ist für alle so in Ordnung.

Ich würde mich freuen, wenn viele von euch dazukommen der Preis gebührt allen – egal ob Spender, Arbeitsbiene oder Gartenumgestalter.

Jetzt das Unschöne. Neonicotinoide werden endlich nächstes Jahr vom Markt verschwinden – aber die nächste Schweinerei folgt auf dem Fuße. Sulfoxaflor – ein Pestizid der Firma Corteva – soll nun als Ersatz dienen. Angeblich für Bienen und andere Insekten völlig ungefährlich, werden die Studien zu diesem Pestizid nur mit in weiten Teilen geschwärzten Passagen rausgegeben. Die Begründung von Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft lautet dazu: „Wir wollen nicht der Wirtschaftsspionage Tür und Tor öffnen“. Ja, ne, is klar. Ein kurzer Film zum Thema ist zu sehen hier auf unserer Seite unter Presse.
Ich habe hier einen schönen Stapel Postkarten des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz und vielleicht schreiben wir doch der Frau Klöckner mal alle unsere Weihnachtswünsche. Herr, schmeiß Hirm vom Himmel. Manchmal will man sich am Liebsten radikalisieren. Puh! Nun denn, weiter machen und sich aber schon überlegen, wie man lauter werden kann.

In diesem Sinne – schöne Adventstage euch allen und es wäre toll, wenn wir uns am 07.12. sehen.

 

26.10.2018

A rose is a rose is a rose und so weiter

Lockeres Pflanzstündchen in netter Gesellschaft. 9 Wildrosensträucher, 75 Traubenhyazinthen und dann ab zu den hauseigenen Projekten.
Danke an Katha, Annett, Melanie und Uwe. Es hat wie immer Spaß gemacht.

 

24.10.2018

They call me the wild rose und
Aufruf zum Widerstand

Unsere Wildrosen für den Tostedter Weg sind da. Drei Hundsrosen (gemäß EU-Richtlinie passpflichtig – muss dringend recherchiert werden, was das nun wieder bedeuten soll), drei Bibernellrosen (bilden Ausläufer) und drei Weinrosen wollen aus ihren Töpfen raus und vor dem Winter noch anwurzeln. Das wird eine lockere Aktion, wenn wir zwei bis drei Leute zusammenkriegen. Das Wetter soll am kommenden Samstag sonnig werden und dann könnte man auch noch der Nisthilfe einen zweiten Leinöl-Anstrich geben. Treffpunkt ist gegen 11 Uhr am Tostedter Weg und ich würde mich sehr freuen, wenn jemand Zeit hat.

Das wir tolle Nachbarn haben, war mir schon lange klar aber man kann sich ja auch immer wieder überraschen lassen. Diesen kleinen Ast-Imker bekam ich vor ein paar Tagen geschenkt und für meinen Honigmond-Adventsmarkt am 24.11. (schon mal vormerken) wurden mir Gestecke zum Verkauf angeboten, deren Erlös zum Großteil für das Bienenbotschafterprojekt sein soll. Eine super Sache und sehr kreativ, die kleinen Ast-Männchen (einen Ast-ronaut kann der bestimmt auch basteln, der Günther) :-).

 

Die Herbstastern habe ich geknipst, weil sie voll von Honigbienen hingen und zwar so sehr, dass wegen der wippenden Blüten kein scharfes Bild möglich war. Ein Muss in jedem naturnahen Garten!!

Dann noch eine Herzensangelegenheit: ich war am Montagabend auf einer Veranstaltung des Vereins „Buchholz fährt Rad“. Dort hat Michael Kopatz einen Vortrag gehalten „Die Ökoroutine – damit wir tun, was wir für richtig halten“. Dazu gibt es auch ein Buch von ihm. Wer jetzt vielleicht dachte, dass man dort durch Hypnose oder ähnliche Ansätze beigebracht kriegen würde, wie man es schafft, seine guten Vorsätze zum Thema CO2-Reduzierung, Plastikvermeidung etc. auch konsequent umzusetzen, hat sich das vielleicht etwas zu leicht gemacht. Quintessenz seiner Aussagen war, dass die grundsätzliche Meinung, dass wir als Verbraucher es in erster Linie in der Hand haben, durch unser Verhalten etwas zu ändern, zu nichts führt. Bzw. viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt, die wir nicht haben. Seiner Meinung nach können die dringend notwendigen Veränderungen nur durch das Aufstellen von EU-Standards erwirkt werden. „Nur Limits beenden unseren Exzess“. Dafür bedarf es den Einsatz eines jeden Einzelnen sich zu engagieren. Auf Demos zu rennen, Abgeordnete zu nerven, sich in Stadt- und Ortsräten zeigen und angenehme Fragen zu stellen, Leute zu mobilisieren und sich zu solidarisieren. Kopatz schloss mit den Worten: Wenn mich meine Enkelkinder mal fragen, was ich getan habe, um den Klimawandel zu stoppen, dann werden ich sagen können: ich war im Widerstand! In diesem Sinne……

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15.10.2018

Nachahmer gesucht! Nachahmer gefunden!
Und – der Rest vom Fest.

Viele von uns tragen noch „das Mal“ – eine langsam verheilende Wunde in der Handfläche durch das mühsame Vergraben kleiner Krokuszwiebeln in verdichtetem eher unlockerem Boden. Aber unser Aufwand wurde mit einem Artikel im Nordheide Wochenblatt und im Winsener Anzeiger belohnt und es sind dadurch neben unseren 8000 Stück bestimmt noch ganz viele Frühblüher mehr dazu gekommen. Da bin ich mir ganz sicher!!!!!

Mittwoch, den 17.10. um 18.00 Uhr werde ich am Ortsausgang Richtung Seppensen bei der Buskehre die restlichen paar Hundert Krokusse unter die Erde bringen. Wer Zeit und Lust hat, möge mir gerne helfen. Danke schon mal im Vorwege.

Dosen gesucht! Melanie hat viele Läden abgeklappert und ist bei einem Pizzaservice fündig geworden, der uns mit Dosen versorgt. Die eignen sich super für die Meisen-sichere Platzierung der diversen Röhren, die wir für die Wildbienen-Nisthilfen verwenden werden. Hier zu sehen sind die bei Bienenhotel.de gekauften Pappröhren im Durchmesser 4 bis 9 mm, die mit etwas Moltofill auf dem Dosenboden fixiert sind. So sitzen sie schön fest. Genauso verfahren werden wir mit den Röhrchen aus Bambus, Schilfmatten und Japanischem Weidenknöterich. Wer noch ein paar 400 bzw. 800 Gramm-Standarddosen über hat, bitte vorbeibringen.

 

Alex hat sich in der Zwischenzeit um die Gestaltung der Schilder für unsere Nisthilfen gekümmert. Dazu werden wir bald informieren. Es geht voran und wird natürlich gut!!

Ach ja. Uwe hatte Geburtstag und eine Bienenbotschafter-Spendenbox aufgestellt. Sage und schreibe 190 Euro sind dazu gekommen. Ich habe umgehend 9 Wildrosensträucher für den Tostedter Weg gekauft und überhaupt – JIPPIE!!!!!!!!!!!!

08.10.2018

Das haben wir noch nie probiert, also geht es sicher gut.
Pippi Langstrumpf

Am Samstag wurde im Nordheide Wochenblatt über das Bienenbuch des bekannten Pomologen Eckhardt Brandt berichtet, der sich zu Recht sorgt um den Erhalt der alten Apfelsorten. Hier tragen ja die Bienen und andere Insekten einen ganz wichtigen Teil dazu bei. Der Artikel endet mit den Worten: Was tun? Was tun!!!!

Und das haben wir. Trotz Ferien und einem Wetterchen, fast zu schön um wahr zu sein, fanden sich fleißige Bienenfreunde und brachten über 8000 Wildkrokuszwiebeln unter die Erde. Die letzten paar Hundert werden wir auch noch verbuddeln. Drückt die Daumen, dass die Wühlmäuse anderweitig zu tun haben und die Bodenbedingungen eine Verwilderung zu lassen (hört sich gefährlich an – ist es aber nicht).

Vielen lieben Dank an alle Helfer (danke auch an Sabine Wolansky für die Fotos und die „Erlaubnis“ zum Guerilla Gardening am Kulturbahnhof). Ich bin immer wieder baff, dass es so unermüdliche Menschen gibt. Das stimmt uns alle ungemein froh, denn das Thema ist ja nicht vom Tisch – ganz im Gegenteil. Also dranbleiben und selber noch ordentlich was in den Boden bringen.
Wer dafür noch vernünftiges Werkzeug braucht, kann das gerne bei mir leihen. Wir haben eine Schenkung durch eine nette Passantin bekommen und ich habe für das Projekt drei Pflanzgabeln gekauft. Kommt gerne rum.

 

01.10.2018

Wildkrokusse, Umweltpreis und mehr

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Die Wildkrokusse sind da!! Ursprünglich war ja angedacht, für die mittlerweile 7000 Einwohner von Holm-Seppensen stellvertretend je einen Frühblüher zu pflanzen. Da die Bestellung über den holländischen Großhändler aber nur in Megachargen zu vollziehen ist, sind es halt nun 9000 geworden. Aber der Ort wächst ja so rasant, da sind wir ja vielleicht von der Anzahl her nicht ganz verkehrt.
Meine Freundin Sandra hat ein schönes Plakat entworfen, das am Dienstag aus dem Druck kommt. Ich bekomme vom KUBA sechs Stellwände, die ich am selben Tag noch aufstellen werde. Wir werden aber eine ganze Menge Leute brauchen, denn es sind vier unterschiedliche Pflanzorte geplant. Ortsausgang Richtung Holm, Ortsausgang Richtung Seppensen, eine Fläche Lohbergen Richtung Sprötze (bei der Bushaltestelle „Am Gehölz“) und am KUBA selber. Ich würde gerne vier Trupps bilden, die an den einzelnen Standorten agieren. Bitte gebt die Info an alle Leute, die ihr kennt, weiter. Das wird eine Mammutaufgabe, die wir aber schaffen werden. Da bin ich mir sicher.

Am Freitag, auf den allerletzten Drücker, wurde unsere Bienenbotschafer-Bewerbung für den Umweltpreis 2018 der Stadt Buchholz abgegeben. Das Motto lautet „Warum sind Insekten so wichtig?“ Warum wir auf die Insekten nicht verzichten können, dürfte mittlerweile auch in der letzten Ecke angekommen sein. Die Frage muss doch eher lauten: Was kann jeder Einzelne tun, um diese katastrophale Situation zu verbessern – im Kleinen und vielleicht auch im Großen, wenn wir viele und laut genug sind.
Ja – der Preis. Alex hat die Zusammenfassung unserer bisherigen Aktivitäten mit dem Wort „krass“ kommentiert. So viel haben wir in der kurzen Zeit auf die Beine gestellt.
Wir können uns gar nicht genug bedanken bei euch unermüdlichen Helfern und Spendern. Die meisten von euch sind sowieso schon engagiert bis zur Halskrause und zwacken dennoch immer wieder Zeit ab, um für dieses Projekt etwas zu tun. Wird Zeit, dass wir mal ein kleines Fest feiern. Da lass ich mir noch was einfallen.
Dann habe ich eine schriftliche Spendenanfrage an OBI gestellt. Wir haben gut 600 Euro für Holz und Baumaterialien dort ausgegeben und für den guten Zweck hoffe ich, dass für uns eine Unterstützung rausspringt.

Am Samstag, habe ich mit meiner Schwester die Einsaat der Wildblumensaat auf dem Gelände des SV HolmSeppensens unterstützt. Diese sollte ja eigentlich schon im Frühjahr erfolgen. Auch waren dafür eigentlich sonnige Wallbereiche vorgesehen. Nun ist die Saat im eher halbschattigen Bereich des Regenrückhaltebeckens ausgebracht worden. Aber sie ist im Boden, der Sportplatz geizt nicht mit Wasser und heute Nacht hat es ausgiebig geregnet. Wenn sich ein ähnlicher Erfolg, wie bei der Begrünung der Innenwälle mit einer günstigen Raiffeisen-Mischung einstellt, dann ist das super. Diese Mischung ist wirklich gut aufgegangen und blüht unermüdlich. Auch ist der ökologische Wert dieser Mischung nicht zu unterschätzen. Natternkopf, Königskerzen, Malven und viele andere wirklich gute Bienenweide-Pflanzen wachsen dort und kommen ja auch im nächsten Jahr wieder. Leider sieht man die Pracht nicht von der Straße aus aber es ist wirklich schön. Hier ein paar Impressionen.

 

Dann habe ich ein paar Pflanzen vom NABU bekommen, die ich gerne für kleines Geld abgeben würde. Die Pflanzen sind alle noch klein, aber im Topf gut angewurzelt und werden sich dann im nächsten Jahr gut entwickeln, wenn sie sich an ihrem neuen Standort wohlfühlen. Und alle Pflanzen sind ausgezeichnete Nahrungspflanzen für Insekten. Ich habe im Angebot für 2 Euro das Stück (1 Euro für den NABU, 1 Euro für die Bienenbotschafter):
1x Beinwell
1x Baldrian
3x Thüringer Strauchpappel
2x Duftnessel (Agastache)
2x Knotige Braunwurz
1x Wollziest
1x Aster
1x rote Lichtnelke
1x Bergminze
1x Eibe

Wer Interesse hat – am Nachmittag bin ich in der Regel im Laden anzutreffen.

Und zum Schluss noch ein schönes Beispiel, was unser zweiter Flyer bewirkt hat (natürlich ist unser Input auf fruchtbaren Boden gefallen :-)) Hier entstehen etliche Quadratmeter Bienenweide und für die Bestäubung der Obstbäume wird definitiv gesorgt werden. Vielen Dank!!!!

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23.09.2018

Weiter geht’s

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Dauerhafte Berieselung macht es möglich. Ein blühender Wall am Sportplatz des SV Holm-Seppensens freut die Insekten ungemein.

Unser Urlaub ist rum. Einige tausend Kilometer gefahren und nicht einmal die Windschutzscheibe sauber machen müssen. Dabei blüht es gefühlt überall mehr als in unserem norddeutschen Sandkasten.

Was ist in der Zwischenzeit passiert auf unserem kleinen Nebenschauplatz (Chemnitz, Hambacher Forst, Meppen sind da wahrlich eine andere Hausnummer)?

Der zweite Flyer ist verteilt. Vielen Dank an die fleißigen Bienenbotschafter, die sich diesmal sehr viel auf wenige Schultern laden lassen haben. Ihr seid großartig! Wie ich höre, sind auch schon wieder Spenden eingegangen und noch wichtiger: das Thema bleibt präsent in den Köpfen vieler Menschen.

Die letzte der Insektennisthilfen ist von Stefan, Marco und Sönke in Rekordzeit nur zu dritt aufgestellt worden. Die Jungs haben den Dreh jetzt raus und können eigentlich in Produktion gehen. Nun müssen wir uns mit der Befüllung befassen, die Beschilderung muss angebracht werden und die Dachbepflanzung erfolgen. Kriegen wir hin. Und es eilt nicht wirklich. Die Wildbienensaison ist wie die Öffnung der meisten Campingplätze durch für dieses Jahr. Wenn im März dann die ersten Mauerbienen nach Kost und Logis suchen, müssen wir jedoch topp vorbereitet sein.

Ein Schritt hierfür ist die mehrfach verschobene und nun endgültig für diesen Samstag, den 29.09. vorgesehene Einsaat der Widblumen-Gräser-Mischung an den Wällen beim Regenrückhaltebecken des neuen Sportplatzes Holm-Seppensen. Los geht es um 10 Uhr. Der Förderverein freut sich über Unterstützung mit Harken, Spaten und Rosenscheren. Anmelden kann man sich über eine Doodle-Liste (einfach auf den Link klicken).

Doodleliste Einsaat

Auch unsere Wildkrokusse sind unterwegs, wenn ich den Text der Mail vom 21.09. richtig interpretiere. Geachte ontvanger, er is zojuist een pakket klaarmaakt – und so weiter. 🙂   Alex hat den 06.10. als Pflanztermin ins Auge gefasst. Mögliche Flächen an den Ortsein- bzw. -ausgängen sind mit der Stadt Buchholz besprochen aber noch nicht endverhandelt. Für diese tolle Aktion sollten wir unbedingt die Presse einbinden. Für jeden Einwohner Holm-Seppensens eine Blumenzwiebel – das ist doch was!!!

Bald mehr!

25.08.2018

 

Hier ein paar Impressionen der letzten Tage. Die zweite Insektennisthilfe steht am Tostedter Weg. Danke an Arnim, der kurzfristig eingesprungen ist und natürlich an die ewigen Verdächtigen :-), die mittlerweile routiniert Hand in Hand arbeiten (falls sich keine Steine im Boden befinden, an denen auch mal eine Einschlaghülse zerschellt).
Wo gehobelt wird, da fallen halt Späne.
Die heutige Blühwiesenbegehung war leider vom lang ersehnten und heute so unpassenden Regen begleitet. Insofern wurde ich nicht gerade überrannt. Dafür waren die Gäste von ausgesuchter Herrlichkeit – äh, Fraulichkeit. Nicht aus Zucker!! Ich glaube, dass wir uns alle kreuz und quer inspiriert haben und Christiane kann locker zwei Bierbänke auf einmal tragen (das nur am Rande).
Wir haben die beiden Blühflächen (eine mehr- und eine überjährige) inspiziert und sind guter Hoffnung, dass es im nächsten Jahr, wenn die zweijährigen Arten, die schon überall zu sehen sind, die Blühreife erlangen. Nachgesät werden muss in Teilen aber ansonsten haben die Lütten des Montessori-Kindergartens ziemlich gut hingekriegt.
Die Bastelaktion haben wir aufgrund von BRRRR-Wetter vertagt. War trotzdem eine schöne kleine Aktion.
Montag steht die nächste Nisthilfenaufstellung am Eidigweg an. Diesmal mit doppelter Frauenpower dank Alexandra, die heute ihre Mithilfe angeboten hat. Ich freu mich über all diese guten Leute. Freu, freu, freu.
Ach ja!!! Und die neuen Flyer sind da und wollen verteilt werden. Wenn sich Leute finden, die in ihrer eigenen Straße verteilen, das wäre eine tolle Hilfe.
Hier möchte ich meiner Freundin Sandra vielen lieben Dank sagen, die das Layout des Flyers flott und souverän erstellt hat. 🙂
Schönen Sonntag!!

19.08.2018

Number One

Wieder ein kleiner Schritt weiter. Und wir finden, es macht mächtig was her.
Die Insektennisthilfe an der Montessori-Fläche steht. Jippie! Donnerstag folgt
Nummer Zwei am Tostedter Weg.

 

14.08.2018

Das zarte Pflänzchen Hoffnung

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Dieses kleine Hornveilchen trotzte der Dürre und wuchs einfach. Bis die Hühner es entdeckten. Mist.

Nicht nur das. Im Moment könnte es etwas besser laufen. Melanie meldet, dass die holländischen Blumenzwiebel-Händler NullkommaNull Wildkrokusse liefern dieses Jahr. Grund ist die extreme Trockenheit. Auch im nächsten Jahr wird es wohl zu großen Engpässen kommen – ungeachtet dessen, wie das Wetter sich entwickeln wird. Nach Diskussion – lassen wir es, oder nicht, sind wir übereingekommen nach Alternativen zu suchen. Fakt ist – dieses Jahr ist soviel kaputt gegangen an Stauden, Sträuchern und auch Bäumen – da werden die Insekten in 2019 doppelt blöd aus der Wäsche gucken. Wir müssen also erst recht etwas tun – ob das jetzt die perfekte Wahl ist oder nicht. Also haben wir Anfragen gestartet, um das Projekt „7000 Frühblüher für Holm-Seppensen“ in die Tat umsetzen zu können.

Der Bürger- und Verkehrsverein hat die Gemeinnützigkeit nicht bewilligt bekommen. Damit ist das Ausstellen von Spendenbescheinigungen vorerst nicht möglich, bis wir eine andere Lösung gefunden haben. Trotzdem steht das Spendenkonto noch und wir danken dem Verein für die Hilfsbereitschaft. Der Wille war da, die Tücken der Gesetzgebung lassen uns hier leider an unsere Grenzen stoßen. Schade.

In den nächsten Tagen werden wir anfangen, die Insektenwohnheime aufzustellen. Es ist ja nicht so, dass wir Trübsal blasen, nee nee. Annett hat super Infos zur Dachbegrünung zusammengesammelt. Uwe hat Holz vom Lohhof erbettelt :-). Also – es wird. Tschüss.

11.08.2018

Der frühe Vogel……..

Samstagmorgen. Holm-Seppensen kuschelt sich noch größtenteils in die Kissen oder ist auf dem Weg zum Bäcker, da trifft sich ein hartgesottenes Häuflein Menschen und legt los. Bis zum Mittag ist das Werk vollbracht – trotz Regenschauern und Materialengpass: 5 Nisthilfen sind weitestgehend fertig gestellt. Groß sind die Hotels geworden. Ein Hoch(haus) für die Wildbienen! Da werden wir ordentlich zu tun haben, diese mit Material zu füllen. Aber daran arbeiten wir natürlich schon parallel. Nochmals hier der Aufruf: Wir brauchen Hartholz in Blöcken, in deren Längsseite Bohrgänge von 10 cm Tiefe gebohrt werden können. Her damit. Gerne bei Honigmond im Weidenweg 2c abgeben. Reste vom Kaminholz, ein alter Stamm – nicht morsch!! – den man zersägen kann. Auf geht’s, liebe Nachbarn!!

 

Vielen Dank an Sönke, Uwe, Marco und Frederik (Kinderarbeit ist bei diesem Projekt ein Muss!!) und natürlich an Finn, den Baumeister. Wir stellen jetzt nur noch die Dächer fertig, die eine Dachbegrünung erhalten sollen und dann können wir hoffentlich bald aufstellen. Dazu aber bald die nächste Info.

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Wildbienennisthilfenbau Bienenbotschafter Holm-Seppensen

Finn war leider schon wieder unterwegs zum nächsten Einsatz:-)

10.08.2018

Wespen sind auch nur Insekten

Am Mittwoch haben wir mit zehn Leuten ein Arbeitstreffen durchgeführt. Wieviel Wespen sich am Gespräch beteiligen wollten, lasse ich hier unkommentiert.
Am 11.08. werden wir verschlafen aber bienenfleißig an den Insektennisthilfen weiterbauen und bestimmt was gerissen kriegen.

Das Netzwerk Blühende Landschaft hat uns informiert, dass wir bzgl. des Zustandes unserer Blühflächen viel Gesellschaft haben. Der Norden hat eher allgemein eher nicht geblüht sondern optisch mit der Sahel-Zone konkurriert. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Fa. Rieger-Hofmann eine trockenheitsresistente Mischung entwickelt, die dieses Jahr auf größeren Flächen schon durch eine Aussaat im Herbst getestet werden soll.
Und es sieht so aus, als ob wir für das nächste Jahr noch mal kostenloses Saatgut erhalten können. Das sieht das Projekt BienenBlütenReich vor. Da werden wir uns sicher nicht sträuben.

Nochmal zu den Wespen: Sie nerven! Und wie! Aber es ist schlimm, wie zur Zeit im Fernsehen ständig Schädlingsbekämpfer gezeigt werden, die Tabula Rasa mit der chemischen Keule machen und sich auf die Schulter klopfen lassen. Es gibt Mittel und Wege sich die Plagegeister vom Hals zu halten. Ein paar Meter vom Sitzplatz einen Wespenfutterplatz anlegen, an den sich schnell gewöhnt wird. Eine Zitrone mit Nelken spicken oder etwas Kaffeesatz (Pulver) anzünden. Ok, qualmt aber vielleicht steht der Wind ja günstig. Ich wünsche allen einen entspannten stichfreien August.

04.08.2018

Weiter geht’s

Nach vielen Wochen glühender und lähmender Hitze sind die Sommerferien nun fast vorbei und das Bienenbotschafter-Projekt muss wieder Fahrt aufnehmen.

Wir haben noch ein paar Nisthilfen fertig zu bauen und zu Befüllen und die Zukunft der vertrockneten Blühflächen muss besprochen werden. Die seit Mai dauerhaft anhaltende Trockenheit hat den Flächen am Tostedter Weg, am Eidigweg und an der  Mühlenschule den Garaus gemacht. Da geht es uns nicht anders als vielen Landwirten.
Aufgrund des hohen Grundwasserspiegels an der Montessori-Fläche sind die Flächen dort aber sehr schön anzuschauen.

 

Jetzt den Kopf in den Staub stecken, kommt natürlich nicht in Frage. Außerdem wollen wir ja im Herbst eine größere Frühblüher- und Sträucher-Pflanzaktion starten. Da gilt es Einiges zu besprechen.

Daher lade ich kurzfristig zu einem Arbeitstreffen am kommenden Mittwoch (08.08.), gut zwei Monate nach unserer ersten Zusammenkunft ein. 19 Uhr ist hoffentlich zu wuppen. Wasser und Apfelsaft sind ausreichend vorhanden. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr es schafft vorbeizuschauen. Bitte kurz per Mail Bescheid sagen.

Für den 25.08. plane ich eine über die Presse anzukündigende Führung an der Montessori-Fläche. Vielleicht können wir auch diese Veranstaltung werbewirksam nutzen.

Wir freuen uns auf euch.

01.07.2018
Halbzeit

Sonnensatt und glücklich kann dieses Wochenende beendet werden. Ich möchte noch einmal tausendfach Danke sagen für diesen schönen Samstag. Finn und Svenja haben entspannt und souverän angeleitet. Begabte Handwerker/innen haben gesägt, geschraubt und getackert. Die Seitenwände für alle fünf geplanten Insektennisthilfen sind fertig gestellt. Jetzt muss noch das restliche Material beschafft werden und dann kann es in die zweite Halbzeit gehen. Notfalls mit Verlängerung.

 

Wir hatten ein sensationell schönes Ambiente am Sniers Hus, durften Küche, Toiletten und das gesamte Areal nutzen und haben uns im Schatten alter Eichen ein paar schöne Stunden gemacht. „Schlesische Weiber“ sassen im Kreise, handarbeitend und haben zum Glück keine melancholischen Gesänge angestimmt. Das hätte dann doch zu sehr nach Heimatfilm ausgesehen. Es gab Kartoffelsalat und Würstchen und das Gefühl etwas Sinnvolles mit einfach wunderbaren Menschen zu tun. Langsam werden wir eine eingeschworene Truppe und es gab auch „Neuzugänge“.

28.06.2018
Neuer Plan – der frühe Vogel fängt den Wurm

Samstag wird es warm, wir fangen schon um 11 Uhr an. Also – Akkuschrauber aufgeladen, Tasse und vielleicht noch einen Snack eingepackt und auf geht es. Kaltgetränke, Kaffee, Würstchen mit Kartoffelsalat – na??? Das hört sich doch gut an.
Ich bin gespannt, was wir da so zusammengedengelt kriegen. Diese Info ist auch auf nebenan.de etwas ausführlicher gepostet. Wer Fragen hat, möge sich melden.

Die Anträge zur Bezuschussung unseres Projektes für die Jahre 2019 und 2020 habe ich pünktlich im Rathaus abgegeben. Mal schauen, ob der Bürgermeister zu seinem Wort steht, dass die Stadt Buchholz unseren und anderen diesbezüglichen Projekten Priorität einräumt.

Und wir haben eine gute Quelle für Bambus aufgetan. Nicht gerade eine Bienenweide aber für Hohlraumbewohnende Wildbienen sind die dünneren Bambusstangen eine bevorzugte stabile Nistmöglichkeit. Danke an Dark Strauch aus Kakenstorf, bei dem wir uns bedienen durften.

Leinkraut und Mohn Cosmos

Alex hat ein schönes Bild von der Cosmos-Fläche am Montessori-Kindergarten gemacht.
Marokkanisches Leinkraut und Kalifornischer Mohn setzten sich durch. Wunderschön.
So schön, dass schon eine Hochzeitsgesellschaft Fotos vor der Blühfläche gemacht haben soll. Die Bilder würden wir auch gerne haben. Wer zufällig weiß, wer das war…..

26.06.2018
Wir machen jetzt mal halblang

Sonntag mit Sabine auf dem Hoffest in Wörme unglaublich viele Kinder mit filigranem Hummelgebastel in den Wahnsinn getrieben, trotz häufiger Schauer viel gelacht und einen schönen Tag gehabt. Zum Glück waren wir so eingespannt, dass wir kaum dazu kamen, für den 30.06. Werbung zu machen. Dazu gleich mehr.

Dann hat sich Marcus gestern mit mir den Abend vertrieben und die Fläche am Tostedter Weg von Steinen und Hundescheiße (viel Steine, viel Hundescheiße) befreit und die Lücken in der Saat mit Phacelia nachgesät. Im Herbst wollen wir diese Stellen noch mal mit der dort vorgesehenen Mischung auffüllen. Das hat auch Spaß gemacht (bis auf die Hundescheiße).

 

Im Zuge dessen, sind wir übereingekommen, dass wir den für diesen Samstag vorgesehenen Projekttag aus diversen Gründen nicht zu einem Event werden lassen sondern versuchen, so viele „Insektenhotels“ wie möglich zu bauen und hinzustellen.
Das Befüllen soll dann mit den jeweiligen Einrichtungen in einem zweiten Schritt erfolgen. Also keine Basteleien, keine Kaffeetafel (ok, natürlich gibt es Kaffee) sondern ein reiner Bautag. Das Beschaffen des Materials ist nicht so einfach wie gedacht. Die nächsten Tage werden Uwe und ich ganz schön rumgurken und Sachen einsammeln. Aber wir sehen das jetzt entspannt und schaffen nur das, was wir schaffen. Morgen kriegen wir eine größere Charge Bambus geschenkt, die Stützpfeiler sind bestellt. Das Holz zur Verschalung kommt von Finn Laabs und Christian Voigt, Teichfolie von meinem lieben Schwesterchen. Wie wir das machen, wird dann situativ entschieden. Grundgerüst am Sniers Hus bauen, an den Bestimmungsort fahren und dann dort einschalen? Ist wohl das Sinnvollste. Ach, wird schon. Wird immer irgendwie!
Optimistische Grüße und einen schönen Tag.

21.06.2018

Planung für den 30.06.2018

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Der übernächste Samstag ist vorgesehen für eine Art Workshoptag.
Wir treffen uns um 14 Uhr beim Sniers Hus, denn dort haben wir Strom, Wasser und Platz.
Wir werden versuchen in mehreren Teams (und wir schaffen, was wir schaffen) den Korpus für insgesamt fünf Insektennisthilfen zu bauen.
Wir werden mit stabilen Einschraubhülsen und Kanthölzern ein Grundgerüst bauen, Böden einziehen, den Korpus einschalen und ein schräges Pultdach aufsetzen, dass mit einer Lattung versehen wird, damit wir dort eine Dachbegrünung mit Mauerpfeffer und anderen geeigneten Arten pflanzen können.
Dafür benötigen wir Leute, denen der Umgang mit Holz leicht von der Hand geht.

Diejenigen, die sich gerne mal mit dem Hammer auf den Daumen hauen und immer eine Notarztnummer am Start haben, können sich derweil mit gefahrloseren Dingen beschäftigen. Wir brauchen jede Menge Bambus und Schilf der geschnitten, gesägt und gebündelt werden muss. Wir brauchen jede Menge Hartholz, das gebohrt und geschliffen werden muss. Wer also noch dünne Bambusstangen abzugeben hat, wer Schilfmatten (oft als Sichtschutz verwendet) überhat, die gut erhalten und nicht ausgefranst sind und wer Bauholz und/oder Hartholz (auch gerne größere Stücke oder Stämme) über hat (sollte aber abgelagert sein wegen der für Wildbienenbrut nicht geeigneten Rissbildung) möge sich bitte unter der oben genannten Helfernummer melden.

Wir wollen den Nachmittag ein wenig so gestalten, wie an unserem Einsaattag am Tostedter Weg vor gut zwei Monaten. Jeder möge einen Becher mitbringen. Kuchenspenden und volle Kaffekannen sind sehr willkommen. Die Kaltgetränke bezahlen wir aus Spenden. Das hat vor einigen Wochen unfassbar gut geklappt. Vielleicht können wir das wiederholen.

Für die Kinder planen wir den Bau von Dosenbienen. Bitte alle, die so eine Nisthilfe bastelln wollen, eine kleine ausgespülte Konservendose mitbringen.

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Spaß beim gelungenen Dorffest des Geschichts- und Museumsvereins Seppensen am 16.06.18

19.06.2018

Endlich mehr Unterstützung

Am 06.06. hatten wir zu einem Arbeitstreffen eingeladen und es sind doch einige Leute gekommen. Dank an die Sabines, Ute, Melanie, Hans, Markus und Annett. Toll, dass ihr bereit seit, eure eh schon knapp bemessene Freizeit zumindest teilweise für das Projekt einzubringen. Und sei es nur geistiger Input, frische neue Ideen und jeder kennt ja irgendjemanden, der vielleicht…… Nur so funktioniert es.

Eines der Hauptthemen war die Bewässerung der Flächen. Besonders der Tostedter Weg sah echt bescheiden aus und Alex hatte ja schon mit dem Gießen gegonnen. Da das Schlauch verlegen vom Anschluß auf dem Sportplatz eine Knüppelarbeit ist, können das nicht zwei Leute auf Dauer alleine machen. Zum Glück konnten wir Bereitwillige finden, die Zusagen für feste Tage gemacht haben. Und zum Glück kam dann Regen und wir wollen die Pflanzen nicht verhätscheln. Schließlich sind das Wildpflanzen und keine Zuckerpüppchen.

Die Entwicklung der Flächen ist im Allgemeinen eher dürftig, dem Jahrhundert-Frühling geschuldet, aber wir geben nicht auf. Wir werden in den nächsten Tagen zum Lücken schließen etwas Phacelia für die Bienen zwischensäen und später im Jahr mit der ursprünglichen Saat nachsäen, denn wir haben noch genug dafür.

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Der Bau der Insektenhotels ist jetzt terminiert für den 30.06. um 14 Uhr beim Sniers Hus. Mehr Infos hierzu in Kürze.
Wir werden versuchen, fünf Hotels für die vier Flächen und ein weiteres für den Bienenstand am Sniers Hus selber zu bauen, weil dort häufige Führungen für Kindergarten- und Schulkinder stattfinden. Insofern ein Muss.
Denn sogar das Bieneninstitut in Celle hat es letzte Woche in einem Rundschreiben an die große meist imkerliche Leserschar verschickt:
Die Honigbiene wird nicht aussterben, denn Sie hat den Imker. Segen und Fluch zugleich :-). Um die Wildbienen und anderen Insekten ist es schlecht bestellt. Ihre Chancen sind ungleich viel geringer. Wir müssen das Bewusstsein der Menschen sensibilisieren und alles tun, um diesen wichtigen Lebewesen Lebensraum und Nahrung zu geben bzw. zu lassen, denn einer der wichtigsten Faktoren ist die Zerschneidung und Zerstörung von Flächen.

Grüße vom Prinzen

In einer der letzten Ausgaben des Sterns ging es um die Bienen und in der Zeitschrift, wurde über  Dr. Felix Prinz zu Löwenstein berichtet, der als ehemals konventioneller Landwirt seit geraumer Zeit umgestellt hat und der u.a. ein Buch mit dem Titel „Food Crash – wir werden uns ökologisch ernähren oder gar nicht mehr“ geschrieben hat.
Im Editorial schreibt er einen Text, der einen denken lässt, er hätte vom Flyer der Bienenbotschaftern abgeschrieben! Das ist natürlich Quatsch aber in der Sache bedeutet es, dass wir den richtigen Ton getroffen haben und Kollegen im Geiste sind.

Ich habe dem Prinzen geschrieben und er hat geantwortet. Wer hätte das gedacht.

Sehr geehrte Frau Schmidt,
ich danke Ihnen für Ihren Brief. Ich bin beeindruckt von den Aktivitäten, die Sie darin schildern. Es ist gerade in der derzeitigen politischen Diskussion über die Zukunft der Landwirtschaft sehr wichtig, die Symbolkraft der Bienen und die Sympathie, die sie und die Imker in der Öffentlichkeit genießen, dafür zu nutzen, den massiven Änderungsbedarf in unserer Art und Weise, die Natur zu nutzen, verständlich zu machen. Und wenn Sie darüber hinaus Kinder in die aktive Verbesserung von Lebensräumen einbeziehen, dann helfen Sie dazu, dass dieses Verständnis in der Zukunft breiter getragen werden kann!
Mit herzlichen Grüßen
Dr. Felix Prinz zu Löwenstein

30.05.2018

hier der Link zu der Reportage:

NDR Info Bienenbotschafter Holm Seppensen

29.05.2018

NDR-Info und die Bienen

Morgen, am 30.05.2018 kommt NDR-Info von 9 bis 12 Uhr auf den Buchholzer Wochenmarkt. Im Rahmen einer Jubiläumstour werden besondere Regionen des Nordens besucht und die Heide gehört natürlich auch dazu.
Das das Thema “ Bienen“ zur Zeit in aller Munde ist, wurde für unsere Ecke das Thema „Imkerei“ ausgesucht und letzte Woche ein wirklich entspanntes nettes Interview mit mir und Hans Leopold vom Imkerverein Buchholz geführt.  Am schönen Sniers Hus haben uns bei strahlendem Sonnenschein viele aufgeregte Kinder der KITA „Am Schoolsolt“ besucht. Bienen und Radio – ganz schön viel Nervenkitzel auf einmal. Hat aber super geklappt und den Stream stellen wir in den nächsten Tagen online. Oder ihr lest das noch rechtzeitig und hört am Mittwoch zwischen 8 und 9 Uhr in Echtzeit rein.

28.05.2018

Summerland

Nach einem langen Wochenende im Raum Stuttgart und im Knüllwald (südlich von Kassel) ist mir die Blütenarmut unserer Region wieder mal klar vor Augen geführt worden. Die kargen Böden unserer Nordheide gepaart mit einer ungewöhnlichen und sehr extremen Wetterlage bieten zur Zeit nichts als verbrannte Graslandschaften.
Die Blüte der Sträuche und Bäume hat sich im gestreckten Galopp vollzogen. Die Obstblüte ging einher mit dem Raps (normalerweise aufeinander folgend), die Robinie (dieses Jahr ungewöhnlich stark blühend) vermischte sich mit dem Ende der Rapsblüte, jetzt kommen die Rosen und der Faulbaum, die Linde steht in den Startlöchern und dann – zack – nichts mehr. Wie gerne hätte ich sie gesehen, die Wildblumenwiesen vergangener Zeiten.
Im Süden der Republik dagegen reiht sich Wiese an Wiese. Margeriten, Wiesenknöterich, Wiesenstorchschnabel, Licht- und Kuckucksnelken – ein Farbenrausch und überall summt und brummt es. Dort möchte man Biene sein. Ein Traum.

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Allerdings hat es dort auch viel geregnet in den letzten Wochen, die Böden sind besser und jetzt kommt die Sonne noch dazu. Topp Konditionen für eine übersprudelnde Nektar- und Pollenproduktion.
Das Herz erfreuend ist die schonend durchgeführte Mahd. Nie wird eine Wiese tutti kompletti niedergemäht, sondern fast überall wird darauf geachtet, für die Insektenwelt die Hälfte oder zumindest einen breiten Streifen Blühendes stehen zu lassen. Es muss nicht immer Tabula Rasa gemacht werden,  Bienen, Hummeln, Grashüpfer & Co. danken es.

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800 qm weitere Fläche Wildkräuter gesponsert

Wir haben aus dem Budget das Saatgut für die Begrünung großer Teile des Innenwalls des neuen Sportplatzes Holm-Seppensen gesponsert. Die Mischung ist bereits eingebracht und wird wohl auch regelmäßig gegossen, denn hier ist Wasser direkt vor Ort. Der Wildkräuteranteil beträgt zwar nur 50% (die anderen 50% sind Gräser) aber das Motto lautet ja – jede Blüte zählt.

18.05.2018

Regen dringend erwünscht

Drei Wochen sind die Samen jetzt im Boden und es hat nicht einen Tropfen Regen gegeben. Eine Katastrophe. Aber tapfer keimt doch das eine oder andere Pflänzchen mutig ins Licht des Lebens. Man darf gespannt sein. Nur die Harten komm’n in Garten. So.

Die Helden der Woche sind Melanie und Stephan, die die Schilder und überlebenden Vogelscheuchen vor dem Vatertags-Massenbesäufnis mit Randale-Garantie abgebaut und jetzt auch wieder reinstalliert haben. Vielen lieben Dank dafür.

Wie versprochen hier die angekündigte Offenlegung der Finanzen.

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So – das ist doch amtlich!! Wie aber schon gesagt, ist das nicht unser Geld und wir sollten gemeinschaftlich darüber beraten, wie wir das am Besten zum Wohle der Bienchen, Hummeln und anderer Summer und Brummer ausgeben. Hierzu in der ersten Juni-Woche ein Abstimmtermin, den ich bald bekanntgeben werde.

01.05.2018

Etappenziel erreicht

In der vergangenen Woche haben wir die Saat auf allen vorgesehenen Flächen mit Hilfe von vielen Kindern in und auf den Boden gebracht. Der Montessori-Kindergarten hat die Flächen im angrenzenden Park übernommen, die Umweltgruppe der Mühlenschule die Fläche auf der alten Festwiese.

Am Samstag haben wir dann ein kleines Blühfest an der Buchholzer Landstraße gefeiert. Das hat Spaß gemacht. Viele Eltern mit ihren Kindern waren da aber auch andere interessiere Holm-Seppensener haben uns an diesem sonnigen Nachmittag toll geholfen. Gemeinschaftlich wurde geharkt, in einer langen Reihe eingesät und dann die Fläche festgestampft. Hinterher gab es gute Laune, eine unglaubliche Menge an köstlichen selbstgebackenem Kuchen und selbstgekochtem Kaffee. Aber auch Bäckerei Weiss hat ein Blech Butterkuchen beigesteuert und Ralf Lorenz  mit einer Spende den Einkauf von Wasser, Saft u.a. ermöglicht. Eines wurde schnell klar: Holm-Seppensen kann Kuchen – backen und noch besser essen!! Die Kinder erkundeten den angrenzenden Wald, der in ein Meer aus Sauerklee getaucht war, bauten Hütten und suchten Schätze. Man kam mit neuen Leuten ins Gespräch – alle geeint durch eine gemeinsame Sache. Rundum eine entspannte und schöne Veranstaltung.

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Wir wollen uns an dieser Stelle bei allen Spendern noch einmal ganz ganz herzlich bedanken! Wir haben wirklich viel Geld gespendet bekommen und werden, wenn das so weitergeht, im nächsten Jahr auf jeden Fall weitermachen können. Das ist großartig und vielen herzlichen Dank dafür. Wir sind wirklich richtig von den Socken.

Wie geht es jetzt konkret weiter. Morgen beraten wir mit dem Architekten des Sportplatzes, wie und ob eine Bienenweide-Begrünung der Wallanlage um den Sportplatz zumindest in Teilen Sinn macht. So viel unbepflanzte Fläche ist eine Verschwendung. Ungeklärt ist nur, was wir dort einsäen. Aber noch ist Zeit. Viele Bauern würden ihre Blühstreifen am Liebsten erst nach den Eisheiligen einsäen. Eine Massentracht für die Honigbienen drängt sich bei der hohen Völkerzahl, die wir mittlerweile im Ort haben, auf. Schaun wir mal. Ich werde berichten.

Der Bau der Nisthilfen ist in Planung aber es wird wohl eher Juni, bis wir da einen konkreten Termin finden. Jetzt stehen erst mal die Bienchen an erster Stelle. Die Völkerentwicklung zeigt steil nach oben und in den Kästen pulsiert das wilde Leben. Immer wieder schön zu sehen und der Geruch eines Bienenvolkes, die sogenannte Stockluft, ist betörend. Mögen die Völker gesund und stark durch die Saison kommen.

Wunderbare Fotos, die Ulrike Kirmse für uns gemacht hat, sind hier zu sehen https://imkereihonigmond.de/fotos/ (siehe www.ulrikekirmse.de ). Wir finden, die sind ganz ganz schön geworden.
Wer aber nicht dort sein Gesicht wiederfinden möchte, der sage kurz Bescheid. Wir nehmen das Bild dann sofort raus.

Einen schönen Mai!!

25.04.2018

Hallo liebe Helfer, Unterstützer und Interessierte,

wir gehen jetzt in die heiße Phase des Einsäens und prompt fängt es an zu regnen. Ist das gut oder schlecht? Ich weiß es nicht.
Auf der einen Seite braucht die Saat Wasser zum Keimen; auf der anderen Seite kann ein ordentlicher Guss die Oberflächenstruktur des Bodens verdichten und das Keimen erschweren??
Wir werden es sehen.

Diesen Samstag um 15 Uhr ist ja nun die Abschlussveranstaltung. Wenn es nicht schüttet, werden viele Leute kommen und das Einsäen werden hauptsächlich die Kinder übernehmen.
Was wir hier noch brauchen bzw. klären müssen:
Wir brauchen größere Mengen Kaffee. Hat jemand noch große Kannen oder eine Idee, wie man dieses Problem logistisch lösen kann?
Wie gesagt, serviettentauglicher Kuchen ist gerne genommen. Wir wuppen das weitestgehend alleine. Ein Blech Butterkuchen hat Bäckerei Weiss aus Holm-Seppensen gespendet.

Heute haben wir die Fläche am Eidigweg mit den Waldkindern eingesät. Mit Feuereifer und Hund wurden die Samen verteilt und anschließend festgehopst. Bei so viel Einsatz ist es vielleicht gar nicht nötig, mit der Gartenwalze nachzuarbeiten. Das war schon mal eine gute Generalprobe.

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Eine neue Riege Bienenbotschafter aus Holm-Seppensen

 

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Kommando Hops

Und weil es so schön rund lief haben die Kinder vom Montessori-Kindergarten auch gleich eine Übungsfläche bekommen. Der weiche Lehmboden wurde mit begeisterten „Trampolin, Trampolin“-Rufen festgestampft. Starker Wind sorgte für eine „relativ“ gleichmäßige Aussaat und der Lohn war ein Sträußchen Löwenzahn.

Zu den diese anstehenden Terminen würden wir uns über Hilfe freuen:

Morgen am Donnerstag werden wir mit der Umweltgruppe der Mühlenschule um 14 Uhr eine Feldblumenmischung einsäen und zwei Vogelscheuchen aufstellen.
Hier sind Helfer noch willkommen, um die Kinder zu unterstützen und hier bitte Harken mitbringen, denn diese Saat muss ein bis zwei Zentimeter tief eingeharkt werden.

Am Freitag um 10.30 Uhr soll die zweite  Fläche am Montessori-Kindergarten eingesät werden. Wer grundsätzlich Zeit hat, auch hier gerne melden und eine Harke mitbringen.

Vielen lieben Dank euch allen und vielleicht sieht man sich ja.

Die Bienenbotschafter

P.S. Wer aus dem Verteiler möchte, der kann sich einfach kurz melden. Ich hab diese Liste nicht mit jedem abgesprochen. Danke.

22.04.2018

Knochenarbeit

Leider hat es durch die kurzfristige Notwendigkeit, den Boden auf der Montessori-Fläche zu bearbeiten, nicht geklappt, Leute zu mobilisieren. Daher haben wir zu zweit etliche Stunden damit verbracht, ca. 200 qm Lehmboden umzugraben, zu entwurzeln und halbwegs feinkrümelig zu harken. Puh! Uns hing das angekündige schwere Gewitter im Nacken, das sich bis jetzt noch nicht blicken lassen hat. Dadurch wäre der Boden nahezu nicht mehr zu bearbeiten gewesen. Immerhin haben wir in der Erde ein prähistorisches Hufeisen gefunden, das wir als ein positives Zeichen werten.

21.04.2018

Infostand

Samstag haben wir zwei Stunden auf dem REWE-Parkplatz  Pflanz- und Saattips gegeben und Saatguttütchen der Mischung Schmetterlings- und Wildbienensaum von der Fa. Rieger-Hofmann ausgegeben. Der Bürgermeister Herr Wölpern hat uns auch besucht und damit sein Interesse für den Fortgang des Projektes gezeigt. Das freut uns.

Bienenbotschafter Holm Seppensen
Besuch von Bürgermeister Marc Wölpern aus Holm-Seppensen

Die Saatzeit nähert sich jetzt langsam dem Ende aber es gibt viele Stauden, die man für die Bienen und Wildbienen in den Boden bringen kann. In den nächsten Tagen werde ich täglich einige Stauden vorstellen, die für Insekten gut geeignet sind.

20.04.2018

Zwei Schritt vor und ein Schritt zurück.

Ein Mann – ein Wort. Pünktlich auf die Minute kam am Freitagabend Markus Hensel aus Jesteburg mit seinem Tiefergrubber angerumpelt. Markus hatte mich nach unserer Vorstellung der Bienenbotschafter im Rathaus Buchholz angesprochen und seine Hilfe angeboten. Markus baut Nutzhanf an, der für viele gesunde und nützliche Produkte verwendet wird – ohne jede berauschende Wirkung. Berauschend ist jedoch die Idee, dieser alten Pflanze in unserer Plastikwelt wieder einen Platz zu geben. Wen es interessiert: www.hanf-schnitt-nord.com

Hilfe aus Jesteburg
Bienenbotschafter Holm Seppensen bekommen Hilfe aus Jesteburg

Die Flächen am Montessori-Kindergarten haben sich ja als sehr verdichtet und feucht erwiesen und eine tiefgründigere Bearbeitung schien uns wichtig. Dies ist nun geschehen. Jedoch sieht es nun aus, wie nach einem Bombenangriff, denn viele Wurzeln im Boden sind hochgekommen und die Erde muss dringend vor dem Regen wieder in eine feinkrümeligere Struktur gebracht werden. Für Sonntag ist Gewitter angesagt.

Quecken-Rollkommando vom 18.04.

Diesen Mittwoch hat ein Quecken-Rollkommando – bestehend aus Doreen, Hennig, Matti, Melanie, Finja, Svantje, Kai, Katharina und Heiko die Fläche an der Buchholzer Landstraße beackert. Die gemeine Quecke macht ihrem Namen alle Ehre und hat die unangenehme Eigenschaft sich über Wurzelausläufer überall zu verbreiten und für feine Wildblumensaat ist dieses Gras zu dominant. Ähnlich wie beim Giersch wird aus jedem kleinen Stück Wurzel eine neue Pflanze. Grrrrr. Also raus damit!!

An einem herrlichen Abend, der sich einfach nur nach Sommer anfühlte haben diese bewundernswerten Holm-Seppensener viel Schweiß am Sauzahn (selber nachlesen, was das nun wieder ist :-)) gelassen. Matti hat so doll an den im Beet befindlichen Wurzeln gezogen, dass die dazugehörigen Bäume gewackelt haben und die schönsten Hüte trugen Finja und Svantje. Topchic und dem Anlass angemessen.

Leider war ich zu begeistert, um den Auslöser richtig zu drücken und daher gibt es kein Gruppenfoto sondern nur ein Bild von der Quecke. QVielen lieben Dank an die Ackerbauern für den selbstlosen Einsatz.

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Vortrag vom 16.04.2018 „Rettet die Insekten“

Gestern hat Frau Wolansky einen Vortrag zum Thema Rückgang der Wildbienen / Insekten, der auch schon in etwas anderer Form im Kulturbahnhof Holm-Seppensen gezeigt wurde. Die Resonanz war groß und auch viele jüngere Leute waren anwesend.

Prinzipiell ist ein großes Interesse in der Bevölkerung zu diesem Thema und es gab viele Leute, die in ähnlicher Form Projekte gestartet haben, wie wir in Holm-Seppensen das tun. Die Stadt Buchholz hat Bereitschaft signalisiert, weitere Flächen zur Verfügung zu stellen aber in der Tat müssen wir erst mal unser Pilotprojekt voranbringen. Dazu wurden gestern neue Kontakte geknüpft, auch gerade was die Gerätschaften zur Bodenbearbeitung angehen.

Nach wie vor suchen wir Leute, die bereit sind, mitzuhelfen. Sei es, für den 28.04. einen Kuchen zu backen oder eine Harke in die Hand zu nehmen. Danke für eure Rückmeldung.

11.04.2018

Die Bienchen schwärmen aus!

Heute sind endlich die Flyer gekommen und viele kleine und große Bienchen sind ausgeschwärmt (oder tun das noch) und haben diese in die Briefkästen verteilt. So kommt man ordentlich rum und ist an der frischen Luft.
Tausend Dank an die Familien  Breustedt, Buchholz, Ebel, Ehlers, Gerosa, Kohler, König, Miemczyk, Moosmüller, Müller, noch mal Müller, Rabold, Riering, Rieth,  Röhrs, Tabold, Thieme Wanke und Wünsche. Darüberhinaus S. Meincke, Tanja Dollmeyer, Ina Schaper, Susanne Brandt, Anne Behncke, Jutta Görss und Freundin (freu mich, dich kennenzulernen). Verzeiht, wenn ich jemand vergessen oder falsch geschrieben habe, das schmälert nicht die Freude an eurem Einsatz!!!
Zu Recht werden sich sicher einige von euch fragen, wann jetzt was passiert. Da wir sehr vom Wetter abhängig sind und waren und uns der lange gefrorene Boden weit im Zeitplan zurückgeschmissen hat, hoffen wir, die Flächen bis Ende April eingesät bekommen. Sobald wir Genaueres wissen, werden wir das sofort online stellen.

Wenn jetzt noch jemand weiß, wo man einen Tiefengrubber (ja – sowas soll es geben) herbekommen kann, sind wir schon wieder ein gutes Stück weiter.

09.04.2018

Nicht lang schnacken, anpacken!!

Woher eine Kreiselegge kriegen? Offiziell zu verleihen war dieses Gerät nicht. Also Kontakte abklappern und gleich Glück gehabt.

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Timo Schindler von der Firma Steffen Heuer Garten- und Landschaftsbau GmbH wollte „auch einen praktischen Beitrag leisten und nicht nur vom Sofa gemütlich eine Online-Petition anklicken“ (O-Ton). Timo, du bist ein Held!!

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Vielen Dank für das unentgeltliche Bereitstellen des Gerätes an die Firma Steffen Heuer und tausend Dank an Timo, der sich nach Feierabend bis in die Dunkelheit durch unsere Flächen geeggt hat und die Böden haben es teilweise in sich. Teilweise verdichtet, mit Asphaltbrocken versetzt, übersäuert durch gefräste Nadelhölzer und und und. Wir sind wirklich gespannt, ob wir diese Flächen zum Blühen kriegen. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

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Super ist, dass auch die Nachbarn der angrenzenden Flächen mitziehen, keine Insekten fürchten und sich richtig freuen über diese Aktion. Es geht doch nichts über gute Nachbarn.

06.04.2018

Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern. Motorhacke ist out, Kreiselegge ist in. Man lernt ja nicht aus. Nachdem wir die zu klein geratene Fläche am Montessori-Kindergarten mit einem gemieteten Grasssoden-Schneider etwas vergrößert haben, wissen wir auch warum dieses Gerät geeigneter ist.

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Unter den Grassoden tobt nämlich das wilde Leben. Natürlich massenweise Regenwürmer, die von den Kindern des Montessori-Kindergartens, die die Berührung nicht scheuten, sofort „umgesiedelt“ wurden. Weiterhin haben wir einige Engerling von Mai- oder Junikäfern gefunden. Im Garten oft als Schädlinge bezeichnet, finden wir – die gehören auch dazu.

Auch eine dicke grüne Raupe (Kohlweißling?) haben wir gefunden.

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Bienenbotschafter Holm Seppensen Rasenschnitt 2

Und dann ist auch endlich das Saatgut eingetroffen.

Das Netzwerk Blühende Landschaft hat sich für die späte Anlieferung damit entschuldigt, dass sich die Zahl der Projektteilnehmer in 2018 verdreifacht hat. Das freut uns!!

29.3.18

Schnee in Holm-Seppensen
Bienenbotschafter Holm-Seppensen

ohne Worte…

Jetzt geht’s los!

28.03.2018

Endlich ist der Boden aufgetaut und die Arbeiten können beginnen. Heute hat eine von der Stadt Buchholz beauftragte Fachfirma angefangen die Grasnarbe an den für das Projekt vorgesehenen Standorten abzunehmen.
Und das bei Dauernieselregen und 3 Grad (immerhin +).

Projekt 1 - Bienenbotschafter Holm-Seppensen
Bienenbotschafter Holm-Seppensen Projektstart 1

Es wurde viel über die Vorbereitung des Bodens geredet (zu fett, zu mager, zu viel Quecke, zu verdichtet, zu wenig Sonne) und das ist auch gut so, denn die Saat soll ja zum Blühen kommen. Daher steht als nächstes eine Bodenbegutachtung an, um zu entscheiden, welche weiterführenden Maßnahmen vorzunehmen sind.

Projektbild 2 - Bienenbotschafter
Bienenbotschafter Holm-Seppensen Projektstart 2

Dass die Verwendung einer Umkehrfräse nicht geeignet ist, da zu viel Druck auf die unteren Bodenschichten ausgeübt wird, haben wir schon mal gelernt. Somit werden wir wohl in den nächsten Tagen mit Motorhacken loslegen und versuchen, bis zur Einsaat eine möglichst feinkrümelige Bodenstruktur hinzubekommen.

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Wir halten euch auf dem Laufenden und freuen uns über nützliche Hinweise, Hilfsangebote und Kommentare.

 

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